Welche Schnur zum Welsangeln? Tragkraft oder Durchmesser – worauf du wirklich achten solltest
Wer kennt es nicht? Man steht im Angelladen oder scrollt durch Online-Shops und wird von Zahlen erschlagen. 100 kg Tragkraft, 12-fache Flechtung, dünne Durchmesser. Doch beim Welsangeln – dem Endgegner in unseren Gewässern – gelten andere Gesetze.
In diesem Artikel räumen wir mit Mythen auf und klären, warum der Durchmesser und die richtige Kombination aus Haupt- und Schlagschnur über den Fang deines Lebens entscheiden.
Der Mythos der Tragkraft: Warum 100 kg oft nur Theorie sind
Es klingt beeindruckend, wenn eine Schnur 100 kg trägt. Aber Hand aufs Herz: Die meisten Wallerruten quittieren schon bei 15 bis 20 kg Zugkraft ihren Dienst. Das Problem im Drill ist selten der lineare Zug, sondern die mechanische Einwirkung von außen.
Wichtiger als die reine Kilo-Zahl ist die Qualität der Flechtung und die Knotenfestigkeit. Was nützt die "stärkste Schnur der Welt", wenn sie am Wirbel reißt oder bei der kleinsten Berührung mit einem Hindernis wie ein Bindfaden durchtrennt wird?
Warum der Durchmesser dein bester Freund ist (Abriebfestigkeit)
Beim Wallerangeln ist nicht der Zug das Problem, sondern das Hindernis. Versunkene Bäume, scharfkantige Steine oder Muschelbänke. Hier ist die Abriebfestigkeit entscheidend.
Ein größerer Durchmesser bedeutet schlichtweg mehr Materialpuffer. Genau hier setzt unsere RedLine Serie an. Mit Durchmessern von 0,55 mm und 0,60 mm haben wir uns bewusst für das "Arbeitstier-Maß" entschieden.
Die Details der RedLine – Profi-Qualität für extreme Einsätze:
• 8-fach Flechtung: Die perfekte Balance zwischen Rundheit und Geschmeidigkeit.
• Spezial-Beschichtung: Unsere RedLine ist extrem glatt versiegelt. Das bedeutet weniger Reibung in den Ringen, kaum Geräuschentwicklung in der Strömung und eine minimale Wasseraufnahme.
• Farbecht & Langlebig: Nichts ist nerviger als eine Schnur, die nach drei Ansitzen blass-rosa ist. Die RedLine bleibt farbecht – kein Verblassen, selbst nach Jahren im harten Einsatz.
• Extrem Robust: Sie wurde entwickelt, um dort zu fischen, wo andere Schnüre aufgeben.
Der „Airbag“ gegen Abrisse: Geflochtene Schlagschnur
An Spots mit massiven Hindernissen oder Steinpackungen reicht selbst die beste Hauptschnur allein nicht aus. Wer hier auf Sicherheit gehen will, setzt auf eine Schlagschnur.
Mit dem Einsatz eines sogenannten HeavyLeaders wird das Risiko eines Abrisses fast zu 100 % eliminiert. Wir bieten hierfür aus der RedLine Serie den HeavyLeader in 1,0 mm an.
Diese 1,0 mm dicke, geflochtene Keule ist deine Lebensversicherung. Während die 0,55 mm RedLine als Hauptschnur für die nötige Reichweite und Kapazität auf der Rolle sorgt, fängt der HeavyLeader im direkten Nahbereich des Fisches alles ab, was Steine und Muscheln ihm entgegenwerfen. Diese Kombination ist unschlagbar, wenn es im Drill "hart auf hart" geht.
Fazit: Vertraue auf Material statt auf Marketing-Zahlen
Vergiss den reinen Tragkraft-Wahn. Achte beim Kauf auf einen soliden Durchmesser, eine hochwertige 8-fach Flechtung und eine dauerhafte Beschichtung.
Mein Tipp: Kombiniere unsere RedLine (0,55 mm oder 0,60 mm) mit einem 1,0 mm HeavyLeader. Damit bist du für jedes Gewässer in Europa gewappnet – egal ob am Rhein, am Po oder am Ebro.